- Jahrgang 1955
- Patchworkfamilie mit sieben Kindern
- Zwei examinierte Ausbildungsgänge als Regelschullehrer und Förderschulpädagoge
- 32 Jahre Berufserfahrung auch in Leitungsfunktionen in beiden Tätigkeitsfeldern
- 3 Jahre Mitarbeiter bei der Reifenfirma Continental Korbach
- Zwei Semester Seminarleitung an der Universität Marburg auf Honorarbasis
- Langjähriger Dozent an der Volkshochschule Korbach
- Konzeptentwicklung für fachfreies Lernen, verhaltensregulierende Maßnahmen, Präsentationslernen und individuellen Förderunterricht
- Autor des Buches „Bock auf Schule“
Mit meiner Frau Birgit haben wir als Patchwork-Familie insgesamt 7 Kinder im Alter zwischen 19 und 34 Jahren.
Ich selbst hatte mit 18 Jahren mein klassisches Abitur erfolgreich absolviert und anschließend zwei Jahre Bundeswehrdienstzeit abgeleistet. Mein erstes Lehramtsstudium zur Sekundarstufe 1, erfolgte an der früheren Gesamthochschule in Kassel. Das anschließende Referendariat versah ich an der Mittelpunktschule in Waldeck/Sachsenhausen.
Obwohl ich mein Studium und die Ausbildung jeweils mit Auszeichnung bestanden hatte, konnte ich aufgrund eines längerfristigen Einstellungsstopps in Hessen meinen Lehrerberuf vorerst nicht ausüben. In Verantwortung für meine damalige Frau und unseren ersten Sohn hatte ich vorübergehend drei Jahre in der Reifenproduktionsfirma Continental in Korbach gearbeitet.
Aufgrund glücklicher Umständen konnte ich dann meinen Lehrerberuf an der staatlich anerkannten privaten Förderschule Bathildisheim/heute Karl-Preising-Schule in Bad Arolsen ausüben. Nach zwei Jahren wurde ich als Lehrer mit vollen Bezügen freigestellt, um im Rahmen eines zeitlich sehr intensiven Zusatzstudiums für das Sonderschulwesen meine Kompetenzen diesbezüglich zu erweitern.
Nach bestandener Prüfung unterrichtete ich wieder an meiner Schule. Dort leitete ich jahrelang die Hauptstufe, in denen Schüler entweder zum Lernhilfeabschluss, qualifizierten Hauptschulabschluss oder zum Realschulabschluss geführt worden.
In diesem Zusammenhang war meine pädagogische Tätigkeit auch geprägt durch die Arbeit mit sozial-emotional problembesetzten Jugendlichen, die sehr oft im Regelschulbetrieb gescheitert waren. Ferner oblagen mir die umfangreichen Beratungen von Schülern und Eltern sowohl unter förderdiagnostischen Aspekten im Sinne des Sonderschulwesens als auch im Sinne von Präventionsmaßnahmen für die Betroffenen an den Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien. In den meisten Fällen standen dabei Fragestellungen zu Lern- und Verhaltensproblemen aller Art sowie Sprachauffälligkeiten im Vordergrund.
Vorübergehend habe ich auch als Konrektor einer großen Haupt- und Realschule gearbeitet und konnte auch dort Konzepte zur pädagogischen Neuausrichtung im Unterrichtsalltag auf den Weg bringen.
Nach einem längeren Zeitraum an meiner ersten Schule arbeite ich nun heute als Haupt- und Realschullehrer wieder an der Schule, wo ich 1981 als Referendar ausgebildet worden war. Besonders auch unter dem Aspekt der Inklusionsdebatten bin ich sowohl als Lehrer der Sekundarstufe 1 wie als Förderschullehrer erneut mit einem interessanten Aufgabenfeld konfrontiert.
Zudem habe ich federführend Grundlagenkonzepte zum Fachfreien Lernen, Präsentationslernen und individuellen Förderunterricht erarbeitet und etabliert. Ferner obliegt mir die direkte Begleitung und Beratung der „verhaltensauffälligen“ Schülerinnen und Schüler im Schulalltag. Das Unterrichtsfach Glück, Bewegung im Unterricht und Entspannungsmethoden sowie Methoden zum Schülerfeedback sind zudem in letzter Zeit zum festen Bestandteil meiner täglichen Arbeit geworden.
Außerhalb des eigentlichen Schulbetriebes habe ich parallel einmal zwei Semester lang als Seminarleiter auf Honorarbasis an der Universität in Marburg Studierende besonders mit der Schulrealität vertraut machen dürfen. In meinem Buch „Bock auf Schule“ habe ich versucht, kleine Lösungswege aus der Schul- und Erziehungskrise aufzuzeigen.